AFIR-Regelung der EU: Neuer Schub für Photovoltaik-Systemanbieter?
Welche Chancen die Alternative Fuels Infrastructure Regulation für Photovoltaik-Systemanbieter bietet, erörtet Jochen Paukert, Executive Vice President der Kontron AG und und Managing Director der Kontron E-Systems GmbH.
Die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) wird oft als Regulierung für öffentliche Ladeinfrastruktur gelesen. Das greift zu kurz. In Wahrheit verändert sie auch die Erwartungen an private Wallboxen – und damit an eine Komponente, die für Photovoltaik-Systemanbieter immer wichtiger wird.
Die EU schreibt keine Endkundenfunktion für das Photovoltaik-Überschussladen oder das bidirektionale Laden vor. Sie macht aber die zugrunde liegende Kommunikationsfähigkeit zum neuen Standard: Ab dem 1. Januar 2027 wird die im Zuge der AFIR verbindlich werdende EN ISO 15118-20 für neue private Ladepunkte relevant. Sie standardisiert die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt und schafft damit eine belastbare Grundlage für intelligentes Laden.
Für Photovoltaik-Systemanbieter liegt darin eine Marktchance. Denn wer heute in ein Photovoltaik-System investiert, denkt in Anwendungsfällen: das Elektroauto mit Solarstrom laden, Eigenverbrauch optimieren, perspektivisch Flexibilität aus dem Fahrzeugakku nutzen.
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